Gesundheit

Medizinische Versorgung

Im österreichischen Gesundheitswesen sind die Ärzt*innen für Allgemeinmedizin Ihre ersten Ansprechpartner. Für Kinder gibt es spezielle Kinderärzt*innen. 

Auf der Website Praxisplan können Sie nach diesen Ärzt*innen suchen.
Dafür wählen Sie in der Suchabfrage:

  • im Feld „Fachgebiet“ den Begriff „Allgemeinmedizin“ bzw. „Kinder- und Jugendheilkunde"

  • im Feld „Krankenkassen“ den Begriff „ÖGK Österreichische Gesundheitskasse“

  • im Feld „Fremdsprache“  können Sie nach Ärzt*innen mit bestimmten Sprachkenntnissen suchen

Für den Besuch einer Ärztin / eines Arztes für Allgemeinmedizin brauchen Sie keinen Termin.

Diese Ärzt*innen können Sie auch zu einer Fachärztin / zu einem Facharzt überweisen. Hier ist vor dem Besuch oft eine Terminvereinbarung erforderlich. 

Darüber hinaus erhalten Sie nach Überweisung von Ärzt*innen
für Allgemeinmedizin oder in Notfällen kostenlose medizinische Versorgung in Ambulatorien und Spitälern.

Sie können auch ein Gesundheitszentrum der österreichischen Gesundheitskasse aufsuchen. Um telefonische Voranmeldung wird ersucht. 
Für Erwachsene ist als Erstanlaufstelle in Wien das Gesundheitszentrum Mariahilf vorgesehen, für Kinder die Kinderambulanz des Gesundheitszentrums Favoriten
Falls erforderlich werden Sie dann an eine Spezialambulanz weiterverwiesen. 

Bei Zahnbeschwerden stehen Ihnen die ÖGK-Zahngesundheitszentren zur Verfügung.

Informationen auf Ukrainisch zur Behandlung von Tuberkulose finden Sie hier.


Krankenversicherung

Jeder Mensch, der in Wien lebt, braucht eine Krankenversicherung. Diese wird dokumentiert durch eine Versicherungsnummer und eine e-card oder einen e-card-Ersatzbeleg.

Welche Möglichkeiten der Krankenversicherung gibt es? 

  • Pflichtversicherung aufgrund einer Erwerbstätigkeit (Beschäftigung mit einem Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze (551,10 EUR pro Monat)
  • Selbstversicherung (Antrag stellen bei der Österreichischen Gesundheitskassa (ÖGK))
  • Krankenversicherung im Rahmen der Grundversorgung
  • Mitversicherung (Versicherte der ÖGK können weitere Personen (Angehörige) mitversichern.)

Alle wichtigen Informationen, sind abrufbar auf der 

Pflegegeld

Im August 2023 hat der Oberste Gerichtshof (OGH) ein Urteil gefällt: Ukrainische Vertriebene, die aufgrund einer Behinderung kontinuierliche Unterstützung benötigen, haben die Möglichkeit, Pflegegeld zu beantragen. Dies gilt auch für Vertriebene, deren Antrag bereits abgelehnt wurde.
Das Pflegegeld ist ein pauschalierter Beitrag zu den Kosten der erforderlichen Pflege.
Um Pflegegeld zu beantragen, müssen Sie einen Antrag bei der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) stellen, das Formular ist hier auffindbar: Antrag auf Zuerkennung oder Erhöhung oder Weitergewährung Pflegegeld (pv.at)

Der Antrag kann entweder online eingereicht, per Post, E-Mail, Fax gesendet oder persönlich abgegeben werden. Bitte beachten Sie, dass bei dem Online-Antrag eine Unterschrift mittels Handysignatur oder ID Austria erforderlich ist.
Das Pflegegeld wird nicht mit der Grundversorgung gegengerechnet.

Der Antrag kann gestellt werden, wenn:

  • ein ständiger Bedarf an Pflege und Hilfe (z. B. beim Kochen, Essen, Anziehen, bei der Körperpflege, beim Bewegen innerhalb der Wohnung, usw.) aufgrund einer Behinderung besteht, die mindestens sechs Monate lang dauern wird;
  • ein konstanter Bedarf an Pflege besteht (z. B. Unterstützung beim Einkaufen, Reinigen, Waschen, Heizen, bei Amtswegen, etc.), und zwar im Ausmaß von mindestens 65 Stunden pro Monat.

Weitere Informationen zum Pflegegeld finden Sie hier: Pflegegeld (oesterreich.gv.at)

Psychologische Hilfe

  • Das AMIKE-Telefon bietet kostenlose psychologische und psychosoziale Hilfe, am Telefon beraten Sie Psychotherapeut*innen und Psycholog*innen in der Muttersprache zu allen Themen von Ukraine-Vertriebenen in Österreich unter +43 1 343 0101 7
  • kostenlose psychosoziale Online-Chatberatung für Kinder und Jugendliche auf ukrainischer und russischer Sprache: Expert*innen von „Rat auf Draht“ nehmen sich Zeit für Fragen und Probleme.

  • kostenlose psychosoziale Online-Videoberatung für Eltern und Bezugspersonen auf ukrainischer und russischer Sprache: Expert*innen von „Rat auf Draht“ unterstützen in schwierigen Situationen. Terminbuchung 24h möglich.

  • Die AkutBetreuung Wien (ABW) ist eine Einrichtung der Stadt Wien. Speziell ausgebildete psychosoziale Fachkräfte betreuen Betroffene nach einem außergewöhnlich belastenden Ereignis. Die AkutBetreuung Wien ist unter der Telefonnummer +43 676 8118 98698 täglich von 0 bis 24 Uhr erreichbar.

  • Telefonische Beratung auf Ukrainisch bei psychosozialen Belastungen durch die Psychosozialen Dienste in Wien (PSD-Wien): +43 1 4000 53000 (Montag bis Freitag 9:00 bis 17:00 Uhr)

  • Informationsblatt des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen Psychologische Hilfe in Krisenzeiten auf Ukrainisch.